Kategorie: Jean Féry & Fils

Burgund / Frankreich

ZERTIFIZIERT BIO

HIDDEN CHAMPION

Das Weingut, das in einem Seitental hinter dem Corton angesiedelt ist, verfügt über 14 Hektar Rebflächen von Gevrey-Chambertin im Norden bis hin zu Rully in der Côte Chalonnais. Die Domaine ist mit modernster Technik ausgestattet und baut ihre Weine in Barriquefässern der Tonnelerie Ermitage aus. Während die Steinkeller zum Lagern der Schatzkammer mit ihren Spinnweben und Staubschichten die pure Romantik eines Weinguts vermitteln, herrscht im Kellergebäude strikte Ordnung und penible Sauberkeit.

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JEAN FÉRY & FILS / STORY

Im Preisschatten des Corton entstehen bei Jean Féry & Fils griffige Chardonnay und würzige Pinot Noir.

Die Domaine Féry in Échevronne arbeitet nach ökologischer Anbauweise. Auf jeglichen Einsatz chemischer Mittel wird im Weinberg und im Keller bewusst verzichtet. Die aus tiefgründigem Kalkmergel bestehenden Böden werden regelmäßig aufgelockert, was für die Biodiversität zwischen den Rebzeilen förderlich ist. Der Verzicht auf Herbizide und Pestizide sorgt für eine gesunde Umgebung der Rebe, in der die Natur mit ihrer Flora und Fauna selbst ins Gleichgewicht finden kann.

Die Trauben werden von Hand gelesen und in kleinen Kisten zum Weingut befördert, um eine Verletzung der Trauben zu verhindern. Die Weinbereitung erfolgt nach typisch burgundischer Methode. Die ganzen Trauben werden zur Weißweinherstellung in einer pneumatischen Presse verarbeitet. Das Pressen unter Luftabschluss verhindert eine Sauerstoffzufuhr und folglich die Bildung von Oxidation. Das Pressen mit dieser Methode fördert die Erhaltung der Primäraromen der Chardonnay-Traube. Der gekühlte Saft ruht einen Tag lang, bevor dieser zum Start der alkoholischen Gärung in Eichenfässer gefüllt wird. Nach der alkoholischen Gärung wird die im Wein vorhandene Hefe aufgerührt, um den Biologischen Säureabbau herbeizuführen. Das Aufrühren der Hefe sorgt für mehr Viskosität und eine komplexere Aromatik. Die Weißweine werden nach ca. einem Jahr von der Hefe abgestochen.

Die Trauben für die Rotweinherstellung werden von den Stielen getrennt und in offenen Bottichen bei niedriger Temperatur gehalten. Die Kaltmazeration erfolgt während fünf Tagen und löst Pigmente, Aromastoffe und Tannin aus dem Pinot Noir. Durch das Abschalten der Temperaturkontrolle setzen die wilden Hefen ab ca. 12°C die alkoholische Gärung in Gang. Der Tresterhut, der sich an der Oberfläche bildet, wird dabei in regelmäßigen Abständen manuell untergehoben. Diese Zirkulation fördert die Extraktion und die Aktivität der Gärung. Nach der Gärung wird der Wein vom Trester getrennt und in einer pneumatischen Presse gepresst. Der Wein gelangt nun in Eichenfässer und beginnt die malolaktische Gärung. Nach ca. 1,5 Jahren wird der Rotwein von der Hefe getrennt und ungeschönt und unfiltriert in Flaschen abgefüllt.

Verantwortlich für all dies (und die Weinberge) zeichnet seit Ende 2016 die hochtalentierte Laurence Danel, die zuvor bei großen Namen unter Vertrag stand und auf einen reichhaltigen Erfahrungsschatz zurückgreifen kann: Domaine Bouchard Père & Fils und Domaine Faiveley. 2017 war der erste Jahrgang, den sie von Beginn an nach ihren Maßstäben gestalten konnte. Und im Vergleich zu den vorigen Jahrgängen, von denen wir einige auf dem Weingut verkosten konnten, ist ein deutlicher Umbruch ins Positive festzustellen. Nicht, dass die Weine zuvor von schlechter Qualität waren, doch der eher opulente und weiche Stil wurde etwas gestrafft. Die Weißweine sind allesamt sehr klar strukturiert, geradlinig, crisp und zeigen gerade noch so viel Schmelz, dass man ihn im Hintergrund ein wenig wahrnehmen kann. Die Rotweine leben von einer enormen inneren Dichte, etwas reduzierter Frucht, robustem Tannin und einem Säuregerüst, das die Pinots bei ihrer Reife bestens begleiten wird.