Kategorie: Pascal Chalon

Côtes du Rhône / Frankreich

ZERTIFIZIERT BIO

HIDDEN CHAMPION

Geprägt von Nicolas Joly, der Lichtgestalt des biodynamischen Weinbaus, hat Pascal Chalon in Südfrankreich seinen Traum vom eigenen Weingut verwirklicht. Unter seiner Regie entstehen enorm kraftvolle und dichte, dabei jedoch keinesfalls schwergewichtige Weine, die sich durch die Rhône-typische Würze auszeichnen.

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PASCAL CHALON / STORY

Kraftvolle und durch das Terroir geprägte Weine von der südlichen Rhône

Pascal Chalons Familie kann auf eine langjährige Weinbautradition als Traubenproduzent im Rhônetal zurückblicken und eigentlich war auch vorgesehen, dass Pascal die Geschichte fortschreibt. Doch nach der Schule hatte er andere Vorstellungen und zog nach Marseille, um Wirtschaft zu studieren. Mitte der 90er kehrte er jedoch zurück, da ihn ein Freund aus der Studienzeit, dessen Eltern selbst ein Weingut bewirtschafteten, zu sich nach Hause eingeladen hatte, um nur mit einfachsten Mitteln Wein zu machen.

Das Fieber hatte ihn gepackt und 2001 entstand in Großmutters Garage der erste «Grande Ourse» in Kleinstauflage. 2002 folgte dann die Lossagung von der örtlichen Kellerei und es reifte der Entschluss, die Weinberge auf naturnahe Bewirtschaftung auszurichten. Als Vorbild, das unterstützend zur Seite stand, diente Nicolas Joly. Ein Winzer von der Loire, der streng nach den biodynamischen Regeln von Rudolf Steiner arbeitet.

Die Weinberge liegen in Tulette und Visan mit teils über 90 Jahre alten Reben. In Tulette sind die Böden überwiegend steinig, öfter auch an steileren Hängen und bieten Grenache Noir, Carignan, Mourvèdre, Syrah, Counoise und Muscardin eine Heimat. 2013 pflanzte er hier auch Grenache Blanc und Clairette Blanche. In Visan sind die Böden mit kreidehaltigem Lehm etwas fetter als in Tulette. Stellenweise findet man auch eine Kieselauflage. Die Flächen sind eher eben. Hier wachsen Syrah und Grenache Noir.

Der Erntezeitpunkt der Trauben richtet sich ausschließlich nach dem Geschmack Pascals und nicht nach Zuckerwerten. Das Lesegut wird entrappt, eingemaischt und spontan vergoren. Während der Maischegärung wird der Tresterhut täglich manuell untergehoben und anschließend in einer alten Ratschenpresse sanft gepresst. Nach dem Abstich reifen die Weine in unterschiedlichen Behältnissen (Barrique & kleines Holzfass (600l)).

Aus 12 Hektar Rebfläche, die Pascal zur Verfügung stehen, keltert er derzeit maximal 40.000 Flaschen pro Jahr.
Das Weingut thront auf der Spitze des Hügels. Von hier blickt man vor ins Rhônetal und wird stets von den starken Nordwinden begleitet. Da die Weinberge selbst zwischen freistehenden Felsen und über enge Grate angelegt sind, ist eine mechanische Bewirtschaftung mit herkömmlichen Fahrzeugen oder gar Pferden nicht möglich. Henry hat deshalb eine kleine Spezialraupe erworben und angepasst, die beim Restaurieren der Terrassen genauso zum Einsatz kommt, wie beim Abtransport der geernteten Trauben. Dabei achten die beiden sehr genau drauf, den empfindlichen Weinberg so selten wie nur möglich zu befahren. Denn in Folge ihrer stets naturnahen Bewirtschaftung, sind hier neben wildem Fenchel, Fetthenne oder Nesseln auch zahlreiche Insekten, Vögel und Reptilien beheimatet. Erst mit der großen Sommerhitze werden die Weinberge braun, da die Wachstumsphase der Trauben der Begrünung das Wasser entzieht.