D.O. Bizkaiko Txakolina

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WEINWISSEN FÜR DICH

Das Baskenland in Nord-West Spanien verfügt über eine lebhafte Kultur. Denn Euskera, die heimische Sprache im Baskenland, nimmt eine Sonderrolle ein. Sie weist keine geografische Verwandtschaft zu den umliegenden Sprachen auf. Zudem gibt es eine Vielzahl an Dialekte. Ein spannendes Beispiel dazu: zu Zeiten Shakespeares, war das englische Wort »bilbo« die Bezeichnung für ein qualitativ hochwertiges Schwert. »bilbo« leitet sich von der Stadt Bilbao im Baskenland ab, die für ihre gute Stahlwerkskunst bekannt war (Info vom Linguisten Larry Trask).

Doch dort ist noch mehr zu entdecken. Neben der Sprachbesonderheit, gibt es kulinarische Leckereien wie Baskischer Kuchen, dann vom Meer beeinflusst, allerlei Fischgerichte von Stockfisch (Bacalao) und Fischeintopf (Marmitako aus Thunfisch), die beispielhaft die traditionelle Esskultur widerspiegeln und durch eine Vielzahl von Sterneköchen ihren Höhepunkt finden. Doch genaueres nun zum Weinbau, der die letzten Jahre einen positiven Aufschwung erlebt.

Das Weinanbaugebiet Txakoli wird in drei D.O.´s aufgeteilt:

  • Txakoli de Álava (Chacolí de Álava)
  • Bizkaiko Txakolina (Chacolí de Vizcaya, Txakoli de Bizkaia)
  • Txakoli de Guetaria (Chacolí de Guetaria)

Nördlich des Rioja, liegt die D.O. Bizkaiko Txakolina. Mit einer Rebfläche von gerade mal 300 ha, rund um die Stadt Bilbao, wird das Gebiet nochmals in sechs Bereiche gegliedert. Der Großteil der Weinproduktion stammt aus den Bezirken Uribe und Urdaibai. Wobei in Uribe das Weinbautal Valle de Txori herri und die Stadt Baiko bekannt sind. Im Bezirk Urdabai sind die Weinbaugemeinden Gernika, Kortezubi, sowie Busturia und Muxika führend.

Weinbau vor Ort:

Die Reben wachsen an Berghängen, die mit ausreichend Sonne (rund 1.600 Sonnenstunden/Jahr) verwöhnt werden. Die Trauben reifen jedoch langsam heran. Das atlantisch geprägte Klima, ist eher feucht und warm. Ursache hierfür ist der kühlende Effekt durch den Golf von Biscaya. Zudem fällt deutlich mehr Niederschlag als in Deutschland.

Die kleinen Parzellen befinden sich auf durchschnittlich 50 bis 200 m ü. M., bestockt mit Reben meist im Spalier, damit sich die Reben, durch die erhöhte Feuchtigkeit, schneller abtrocknen können. Ihre Wurzeln reichen dabei tief in Böden aus Lehm, Ton, Kalk und Mergel.

Rebsorten zum Kennenlernen

weisse Rebsorten: 

Hondarrabi Zuri (Hauptrebsorte), Hondarrabi Zuri Zerratia, Mune Mahatsa (Folle Blanche), Izkiriota (Gros Manseng), Izkiriota Ttippia (Petit Manseng), Sauvignon Blanc, Riesling und Chardonnay.

 Rote Rebsorte: 

Hondarrabi Beltza

Doch wie schmecken nun Txakolina-Weine?

Die Voraussetzungen für Weine mit ansprechender Säure sind durch die klimatischen Bedingungen gegeben. Weine mit herausragender Qualität verfügen über ein Aroma, dass an Hefe, Zitrusfrucht und Apfel erinnern. Möchte man die Weine des Bizkaiko zusammenfassend beschreiben, stechen besonders Weißweine aus der Hauptrebsorte Hondarrabi Zuri hervor. Sie sind besonders aromatisch, frisch und werden jung getrunken. Im Vergleich dazu sind Weine mit Hondarrabi Zuri Zerratia blumiger, schon leicht vegetabil und zum Teil mit einer typischen Bitternote versehen. Ebenfalls verfügt ein Großteil der Weine über eine leichte, natürliche Kohlensäure.

Rotweine aus der Hondarrabi Beltza sind eher selten und geprägt durch ein präsentes Primärfruchtaroma.

 Exemplarisch dafür, haben wir für Sie Weine aus Kortezubi vom Weingut Oxer Bastegieta mit seinen Weinen Marko, Marko Gure Arbasoak und der maischevergorene Marko SKIN.

 Da bleibt mir nur zu sagen »osasuna« (Prost) und »ondo pasa« (viel Spaß)!

Weine Oxer Bastegieta

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